3…2…1…Oábgstiegn is !?!?

So, lange war es hier still, zu still !

Aber jetzt, nach fast schon einem Drittel der Saison gebe ich mal wieder ein wenig Löwengebrüll (geheule) von mir.

Ja, was soll man sagen, es kam wie es kommen musste, und wie es der Großteil der Fans vorausgesagt hatte.

Der Abstiegskampf ist ab dem ersten Spieltag allgegenwärtig.

Jenes erste Spiel war in meinen Augen auch das bisher schrecklichste diese Saison, wie von mir erhofft und durchaus als gut geheißen gingen wir mit TF und einer jungen Löwenrasselbande in die Saison, doch das Spiel gegen Heidenheim war ein Abbild des letzten Jahres.
Vergessen waren die guten Vorbereitungsauftritte und ein ideenloser und wahnsinnig langweilliger Grottenkick von seiten der Löwen der in einer Niederlage gipfelte war an der Tagesordnung.

Ich traute meinen Augen nicht, und war maßlos enttäuscht von dem Spiel.

Das es eine harte Saison wo es nur um den Klassenerhalt gehen sollte werden würde, war mir wie gesagt klar, aber dass wir tatsächlich genauso ideenlos, leidenschaftslos, und lahm spielen würden wie die Saison zuvor schockierte mich.

Dennoch nahm Ich die weite Reise ins ferne Fröttmanning am zweiten Spieltag auf mich um die Löwen gegen den SC Freiburg zu unterstützen und von meiner gegen alle Vernunft erworbenen Dauerkarte Gebrauch zu machen.
Ebenso konnten ich ebenso gegen alle Vernunft einige Verwandte und Bekannte überzeugen mal wieder zu einem Löwenspiel zu fahren und so waren wir dann am Spieltag zum ersten mal seid langer Zeit wieder mit zwei Autos auf dem Weg nach Fröttmanning.
Zuversicht ?!

Da simma mal wieda fast alle bei den Löwen !!
Da simma mal wieda fast alle bei den Löwen !!

Fehlanzeige, der allgemein Tenor war eine Niederlage ohne abgeschossen zu werden ginge völlig in Ordnung ein Unentschieden wäre dass höchste der Gefühle.

Ich, komplett konstaniert von der Heidenheim Leistung fragte mich die Woche zuvor noch glatt warum ich wieder eine Dauerkarte erworben hatte, bekam diese Antwort von meinen Löwen nach ca. 2 Minuten.

Das Spiel war noch nicht losgegangen doch als die Jungs in die Kurve kamen nach dem aufwärmen und der Löwenmob frenetisch mit „Sechzig, Sechzig rufen“ loslegte wusste ich es.

Egal was passiert, es wird sich nicht mehr ändern, Löwe bleibt man bis zu seinem Lebensende !

Zum Spiel gibt es nicht viel zu sagen, außer, Chapeau Löwen, Chapeau Torsten Fröhling, ich und alle um mich herum glaubten unseren Augen kaum, die Löwen spielten ansehnlichen und schnellen Fußball, ja, Fußball, man glaubte es kaum.

Wie allen bekannt setzte es dennoch eine bittere Pleite doch meine enorme Angst nochmal eine ähnliche Horrorsaison wie die letzte erleben zu müssen war auf einen Schlag völlig beseitigt. Ich glaube es war tatsächlich die erste Niederlage die sich gar nicht wirklich danach anfühlte.

Dass war es dann auch erstmal mit Stadionbesuchen bis zum Sandhausen Spiel, aber langsam, immer der Reihe nach.

Meine Zuversicht nach dem Freiburg Spiel währte noch eine ganze Weile nach, speziell da die darauffolgenden Auftritte gegen den Club oder auch gegen Bochum ebenfalls extrem Stark waren, doch, die Punkte fehlten und fehlen bis heute.

Die Chancenverwertung, mangelhaft, und so wurde die erste Englische Woche der Saison schon fast eine Endspielwoche für die Löwen und speziell für Torsten Fröhling.

Für mich persönlich stand eine mehr als geniale Woche an, nachdem ich nun nach Abschluss der Schule seid September wieder arbeiten gehe ist an den Wochenenden endlich wieder mehr Zeit für die Löwen und so wurde ein mehr als geniales Sportwochenende mit meinem Kumpel geplant.

Start war das Eishockeyspiel dess AEV gegen die Mannheimer Adler in Mannheim, da ich bis zur SAP Arena nicht weit habe und ich seid ein paar Jahren sehr gerne zum Eishockey gehe (kann ich nur jedem empfehlen, toller Sport) musste ich dort natürlich hin. Das ich in diesem Sport die Augsburger unterstütze liegt wohl an der regionalen Verbindung und meinem guten Kumpel der mich vor ein paar Jahren mal mit ins altehrwürdige Curt Frenzel Stadion nahm wo sogleich der Funke der durchaus Löwenfreundlichen AEV Fans auf mich übersprang.

Das Jahr in dem der AEV zum ersten und einzigsten mal ins DEL Finale einzog und in welchem Ich in fast jedem Spiel war machte mich dann endgültig zum Eishockey Fan. Auch wenn meine Verbindung zum TSV definitiv deutlich stärker und unverwüstlicher ist, gehe ich mittlerweile sehr gerne zum AEV und bezeichne mich durchaus als Fan der Panther.

Genug gefaselt, die Panther begannen das „Sportwochenende“ stark und bezwangen die Adler locker flockig mit 2:6, wenn das mal kein gutes Omen für die Löwen sein sollte.

AEV schlachtet die Adler ab, ein gutes Omen für die Löwen ?
AEV schlachtet die Adler ab, ein gutes Omen für die Löwen ?

Wir, natürlich wie immer zu spät an der Arena staunten nicht schlecht über die überragende Leistung und unter dem argwöhnischen Blick von ca. 30 Polizisten die im Block direkt hinter uns saßen feierten wir jedes Tor wie eine Meisterschaft.

Warum man als Fan in einer modernen Eishockeyarena sitzen muss bleibt mir ein Rätsel, da sind mir die kalten beschissenen Betonblöcke im CFS wo noch wie in alten Zeiten gestanden und ausgerastet wird deutlich lieber.
Wohin das Fandasein verkommen kann wenn man zuviel verbietet sollten sich die DFL und Fußballverantwortlichen am abschreckenden Beispiel Eishockey mal ganz genau ansehen.

Direkt nach dem Spiel gings mit meinem Kumpel direkt in Richtung Heimat, wo ich am nächsten Tag leider aufgrund eines Umzugs in der Familie das Löwenspiel nur mit Sky GO an einem I-Phone Bildschirm verfolgen konnte.

Nichts war es also mit meinem „Stadionwochenende“, aber die Familie geht nunmal vor, und speziell dieser Onkel ohne den ich wahrscheinlich niemals Löwe geworden wäre.

Das erste „Wiesń Spiel“ des Jahres endete mal wieder mit einem Unentschieden von welchem Ich nur die Tore mitbekam, also selbst die Wiesń Zeit die die Löwenmannschaften komischerweise die letzten Jahren immer beflügelte half diese Saison anscheinend nichts.

Und schwupps war das Wochenende bei der Familie auch schon wieder vorbei und es ging zurück in meine neue badische Heimat, nicht weit von Sandhausen entfernt.

Sandhausen, der geplante Abschluss meiner „Stadionwoche“, die Lust auf diese Fahrt hielt sich in Grenzen, da im Jahr zuvor nicht sonderlich viel los war im Löwenblock (wer mag es den Leuten verdenken, Dienstag 17:30, danke DFB/DFL) überlegte ich es mir an diesem Dienstag wirklich sehr lange ob ich mir die Fahrt antun sollte.
Am Ende musste ich ein wenig länger in der Arbeit bleiben was meine Entscheidungszeit extrem verkürzte und so fuhr ich natürlich doch extrem kurzfristig und in enormen Zeitdruck zu meinen Löwen. Die Nähe des Sandhausener Stadions sowie mein neues „Macron Wittek Trikot“ und meine erst vor kurzem erworbene Lederhose machten mir die Entscheidung dann aber auch wirklich sehr sehr leicht.

Als ich komplett mit Lederhose und Trikot eingekleidet war hatte ich so enormen Bock auf das Löwenspiel ich wäre sogar noch nach München gefahren hätte das Spiel dort stattgefunden.

Diese Lust aufś Spiel wurde dann bei der Zufahrt aufs Stadion wieder arg eingebremst, wie auch letztes Jahr wurde mir als ich die enge Straße zum Stadion mitten im Wald und mittem in Nirgendwo entlangfuhr wieder bewusst wie tief die Löwen gesunken waren und wie tief wir in der Scheiße steckten.

Mit Lederhosn und Löwengebrüll !!
Mit Lederhosn und Löwengebrüll !!

In Sandhausen überkommt mich irgendwie immer so ein „demutsgefühl“, da die Stadt, sowie die Lage und der Anblick des Stadions mich irgendwie immer an meinen Kindheitsdorfplatz und nicht an ein Bundesligamatch erinnern.

Na egal, ich war zum ersten mal in meinem Leben mit Lederhose bei einem Fußballspiel und definitv mehr als gewillt dieses Jahr mit drei verdammten Punkten dieses verdammte Kaff zu verlassen und nicht wie letztes Jahr auch noch als Verlierer dieses Provinzkaff verlassen zu müssen.

Das gute im letzten Jahr war, ich konnte mich auf dem langen und erschwerlichen Weg zu meinem Auto ganz gut als neutraler Fan verstecken, aufgrund meines weißen Löwentrikots und der Jacke die ich mir noch über die Schulter geworfen hatte, hielt sich der Spott in Grenzen.

Dieses Jahr gab es hier keine Chance, Lederhosn, Löwentrikot, keine Jacke, nichts, nichts aber auch gar nichts würde mich im Falle eine Niederlage vor Häme schützen können ;D…..

Am Löwenblock angekommen, stellte ich sofort erfreut fest das deutlich mehr Löwen vor Ort waren wie das Jahr zuvor und freute mich auf einen geilen Fußballabend mit jeder Menge Löwengebrüll !!!!

Die Stimmung im Löwenblock war für Sandhausen an einem Dienstag Spätnachmittag supergenial, nur auf dem Platz passiert mal wieder wenig bis gar nichts und so machte ich mich mit meiner Lederhose ohne die so wichtigen drei Punkte im Gepäck auf den kurzen Heimweg.

Vor dem Stadion gab es noch einen kurzen Plausch mit ein paar Löwen und ein paar Sandhäusern welche uns für die noch weite Reise bemitleideten (wenn die wüssten, das ich nur gut 20 min. hatte), die mitgereisten Löwenfans taten mir selbst ein wenig Leid allerdings hat man als Löwe schon schlimmeres erlebt, wie zum Beispiel mit 0 Punkten in einer englischen Woche den weiten Weg von Sandhausen zurück nach München antreten zu müssen.

So, das wars auch schon mit meinen Eindrücken zum Saisonstart 15/16, wird wie gedacht ein hartes Jahr in dem fast nur noch die teilweise sehr ansehnliche Spielweise und das häufige Pech ein wenig Hoffnung machen. Sollte dieses erwähnte Pech allerdings unvermögen sein, so wird es dann wohl leider mit einem Jahr Verspätung in die dritte deutsche Bundesliga gehen.

Die Wiesń Zeit ist also beendet und half den Löwen nicht zum ersten erlösenden dreier, wollen wir hoffen das er nicht mehr lange auf sich warten lässt.

Auf die Löwen !

Life as a lion, everytime and everywehre

Kommentar verfassen

von Anders Noren.

Nach oben ↑

%d Bloggern gefällt das: