Der Bart muss/kann ab………………..

Jap, traurig aber war, der Bart muss/kann wieder ab.
Nachdem ich mich aus Aberglaube und dem Glauben an den „Playoffbart“ nach dem ersten Sieg gegen Nürnberg nicht mehr getraut hatte mich zu rasieren, ist dies nun leider seid Dienstag dieser Woche wieder „erlaubt“.
Grund, der AEV hat sich leider (im Gegensatz zu den Löwen nicht sang- und klanglos) aus den Playoffs der diesjährigen DEL-Saison verabschieden müssen.
Mit einer knappen Niederlag im siebten und damit letzten Playoffspiel gegen die Nürnberg ICE Tigers war das Ausscheiden des AEV am Dienstag Abend gegen 22:00 Uhr besiegelt.

Wie ihr deutlich seht hab ich mich dennoch noch nicht rasiert
der Grund dafür ist aber nicht dass ich aufgrund eines etwas länger als geplant andauernden Kundentermines in der Schweiz nicht die Möglichkeit dazu gehabt hätte, hätte ich nämlich, der Rasierer war mit an Board. Nachdem ich vor einiger Zeit ohne Zahnbürste in Belgien war hab ich dazugelernt und habe nun selbst bei den angeblich kürzesten Reperaturen, zumindest soviel dabei um 2-3 Tage vor Ort bleiben zu können ohne danach auszusehen wie ein Obdachloser.
Der eigentlich Grund dafür dass ich aber genau das jetzt tue ist, dass ich einfach so scheiß Stolz auf den AEV bin und deshalb meinen „Playoffbart“ noch ein wenig weiter als eigentlich notwendig tragen wollte.
Noch dazu werde ich mir nun endlich mal mein erstes AEV Trikot bestellen. Bin noch nicht ganz sicher welches und mit welcher Rückennummer aber die Tage wird eines bestellt soviel ist sicher.

Doch,
woher genau kommt dieses „Stolz Gefühl“ eigentlich her ?!
Der Augschburger AEV ist in der ersten Playoff Runde ausgeschieden, noch dazu unfassbar bitter da man (Löwentypisch) die Serie schon angeführt hat und dann am Ende dennoch auf die wahrscheinlich schlimmste Art und Weise ausgeschieden ist.
Die „schlimmste Art und Weise“ deshalb weil man nach 3:2 Führung in der Serie einfach nur den Matchball am Sonntag Zuhause im eigenen Wohnzimmer, vor seinen Fans hätte gewinnen müssen um phänomenal in die nächste Runde einzuziehen und das leider nicht schaffte.
Die „schlimmste Art und Weise“ definitiv nicht deshalb weil eine 3:4 Niederlage gegen die deutlich teurere und von Sabo zusammengekaufte Tigertruppe, trotz Serienführung in dieser Form sehr peinlich und beschämend ist.
Nein, ist und war sie nämlich nicht.
Diese Niederlage, dieses Ausscheiden des AEV war definitiv nicht peinlich und nicht beschämend !
Und wenn jemand sowas beurteilen kann, dann bin es ich als Fan der Münchener Löwen.
Ich wollte im Stadion ähm im Schlauchboot oder auf dem Weg von dort zum Auto oder zur Bahn schon so oft aus Scham und Enttäuschung im Boden versinken dass ich es schon gar nicht mehr zählen kann.
Der TSV ist der ungekrönte Meister daran sich bis auf die Knochen zu blamieren und seinen Fans das Gefühl zu geben lieber nicht dabei gewesen zu sein.

Genau deshalb weiss ich so genau dass genau dies (die Niederlage und das Ausscheiden des AEV) genau das NICHT war.
Und ich es mit 1860% Sicherheit absolut NICHT bereue meinen ganzen Sonntag geopfert zu haben und 600km gefahren bin um bei einer AEV Niederlag live dabei zu sein.
Denn, der AEV ist nicht arrogant und zu siegessicher aufgetreten und hat sich dann doch noch die Butter vom Brot nehmen lassen.
Der AEV hat gegen eine (ich sag´s nochmal) deutlich teurere Mannschaft (welche noch dazu von ihrem Geldgeber und Finanzier nichtmal mehr nach Augsburg begleitet wurde weil die Nerven Blank lagen) gekämpft, gerackert, gefightet, alles raus gehauen, nie aufgegeben, sich trotz aussichtslos wirkendem 3:0 Rückstand nochmal herangekämpft und die Fans dadurch durchgehen zu 1860% auf seiner Seite gehabt.
Und genau dies ist es unter anderem was mich an diesem Sport und diesem Verein so unglaublich begeistert.
Es wird einfach sowas von bedingungslos gefighted.
Auf dem Eis und auf den Rängen.
Es gab kein Aufgeben, es gab keine Wut auf die Spieler, es gab keine Scham und es gab kein „im Boden versinken wollen“.
Es gab nur Kampf, Einsatz, Wille, Leidenschaft, Vollgas Eishockey auf dem Eis- und Rängen und zwar bis zum bitteren Ende.
Es gab ein „wir sind Stolz auf unser Team Halleeeeeeeeluuuuuujahhhhhhh“ nach 3:0 Niederlage in einem Heimspiel, es gab kollektives Aufstehen im ganzen Stadion (ja, beim AEV geht sowas, da stehen wirklich alle auf singen und klatschen mit und sorgen für ein bebendes Stadion keine Ahnung weshalb das die „sitzer“ in der Arena am Müllberg nicht auf die Kette bekommen) und durchgehendes anfeuern der Jungs auf dem Eis.

Man konnte es während des gesamten Spieles spüren, fühlen, hören und auch sehen, die Fans des AEV waren Stolz auf ihr Team, auf das bisher erreichte, auf die Leistung, auf dass nie aufgeben des Team´s, darauf dass man zwar verloren hat, aber als klarer Underdog tolle Leistungen gezeigt und es den Nürnberger Armkettchenträgern unfassbar schwer gemacht hat.
Und so bleibt als Fazit zur diesjährigen leider zu kurzen Playoffzeit der Panther eigentlich nicht viel zu sagen außer:

Danke Trainerteam, Danke Mannschaft, Danke Fans, dieser Verein samt seinem Stadion ist im deutschen Eishockeysport,
nein,
im gesamten Eishockeysport,
nein,
im gesamten Weltweiten SPORT einzigartig.

Dass Curt Frenzel Stadion ist nicht nur als Phrase dass „Tollhaus der Liga“ und die „Hölle des Südens“, wegen seiner bedingungslosen und frenetsichen Fans ist es genau das !
Und genau darauf kann man ebenso Stolz sein wie auf´s weitekommen in den Playoffs.

 

 

 

 

 

 

 

 

Gut dass das gesagt/geschrieben/gebloggt ist, ich denke nun gehe ich mich erstmal rasieren, was durchaus den halben Tag dauern könnte und dabei freue mich schon jetzt auf´s nächste live-Spiel im CFS, darauf dass Ausnahmsweise mal ein Großteil des Team´s beim AEV gehalten werden konnte, und auf die kommende DEL Saison,
Ich bin definitiv heiß auf die Playoffs 2018 mit Pantherbeteiligung !

 

 

Um es mit den Worten eines beliebten und bekannten Panther´s abzuschließen:

„HEUTE IST NICHT ALLE TAGE, WIR KOMMEN WIEDER KEINE FRAGE“

Nur der AEV !

 

 

lebe als Löwe im Pantherpelz, jederzeit und überall, bis zum bitteren Ende !

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von Anders Noren.

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