Quo Vadis 1. FCK !?

Quo Vadis 1. FCK ?

Ich weiß, gute Freunde folgen einem überall hin.
Doch auch wenn ich durchaus ein Freund von guten Freundschaften und ihren Gepflogenheiten bin, muss ich in diesem Fall aber mehr als ganz deutlich intervenieren.

Bitte, bitte, bitte liebe Freunde aus der „Palz“, folgt uns NICHT überall hin.

Der fussballinteressierte Leser wird mittlerweile wissen was jetzt kommt und deshalb kann ich die Katze eigentlich auch direkt aus dem Sack lassen.
In meinem heutigen Blogpost geht es ausnahmsweise mal nicht um den TSV München von 1860, die weissblauen Löwen.
Sondern um seine Freunde, nämlich den 1. FC Kaiserslautern, die roten Teufel.

Mir ist sehr wohl bewusst, dass die Freundschaft welche irgendwann zwischen 1975 und 1998 begann inzwischen ein wenig abgekühlt ist.
Wie genau die Freundschaft eigentlich begann ist mittlerweile schwer festzumachen.
Unzählige Mythen über gemeinsame Party´s, wilde gemeinsame Schlägereien, oder einfach nur der gemeinsame Kampf gegen den FC B….. in den 90er Jahren kursieren auf verschiedensten Online Plattformen, oder werden auf beider Seiten in der Kurve zum besten gegeben.
Doch welche der ganzen Story´s diejenige ist, welche den Anfang in dieser Freundschaft eingeleitet hat ist wie so oft nicht mehr 100% feststellbar.

Es ist ja eigentlich auch egal, wichtig ist, die Geschichten sind alle mehr oder weniger so wie sie erzählt werden geschehen und die Freundschaft zwischen den beiden Traditionsvereinen besteht bis Heute.

Auch wenn nicht mehr ganz so stark wie vielleicht vor 18 Jahren.

Wieso dass so ist, schwer zu sagen.
Vermutlich einfach nur weil beide Fangruppen in den letzten Jahren so viele eigene Probleme haben und vor lauter Chaos, Niederlagen und Selbstzerstörung gar nicht mehr dazu kommen, sich selbst und alte Freundschaften zu feiern.

Nun aber genug der alten Kamellen, kommen wir auf den Titel meines Blogs zurück, „Quo Vadis 1. FCK ?!“.
Ich gebe zu, seid das einzige was mich an der zweiten Liga wirklich interessierte von der Bildfläche verschwunden ist, verfolge ich dort eigentlich nur noch alle zwei Wochen mal die Ergebnisse und habe kein einziges Spiel komplett gesehen.
Genau aus diesem Grund, werde ich mich auch zurück halten wenn es darum geht, die momentane Situation, die momentanen Fehler, oder die momentanen Entscheidungsträger und Verantwortlichen beim Lauterer Traditionsclub zu bewerten/beurteilen.

Was ich jedoch beurteilen kann und gesehen habe ist, die momentane Tabelle der zweiten Fussball Bundesliga sowie, die Leistung der Lauterer Mannschaft an diesem Montag Abend. 

Als ich live vor dem Laptop Zeuge wurde, wie eine komplett verunsicherte Mannschaft von zuletzt eigentlich schwachen Unionern aus Berlin mit 5:in ihre Einzelteile zerlegt wurde.

Dumme Gegentore, verunsicherte junge Spieler, unfähige erfahrene Spieler, kein Kampf, kein Team, keine Punkte, ich muss zugeben, nach dem dritten Gegentor (wohlgemerkt noch vor der Halbzeitpause) musste ich mir schon zwei bis dreimal die Augen reiben um mir sicher zu sein nicht ein Spiel der Münchner Löwen der letzten Saison anzusehen.

Ich persönlich denke nicht, dass der Trainerwechsel was gebracht hat, ich denke aber auch, dass N. Meier nicht der richtige für den Betze war und ein Trainerwechsel besser jetzt als später vollzogen wurde ist in meinen Augen mehr als sinnvoll.

Zum Kader, was soll ich sagen, das einzige was mir dazu einfällt ist eigentlich dass mir nichts einfällt.
Wenn ich mir den Kader dess FCK ansehe, Frage ich  mich wo dort Spieler wie Sippel, Löwe, oder Bellinghausen hingekommen sind.
Spieler welche sich mit dem Verein identifiziert haben, für den Verein alles gegeben haben und welche man auch als „Nichtzweitligaexperte“ gekannt hat.

bell
Quelle: express
Ganz ehrlich, von den Spielern welche am Montag den Teufel auf der Brust (nicht in der Brust) getragen haben kenne ich eigentlich nur den Ex-Löwen Daniel Halfar.
Welchen ich zwar als Mensch und technisch beschlagenen Spieler sehr schätze, welcher aber Garantiert keiner ist, der die Kapitänsbinde tragen sollte, oder dass „Ruder rumreißen“ kann wenn eine Saison, oder ein Spiel mal nicht so läuft.

Dejavu, wie zuvor schonmal erwähnt kommt mir das alles leider äußerst bekannt vor.
Genau so, stieg unser geliebter TSV letzte Saison aus der zweiten Bundesliga ab, der Rest ist bekannt.
Kein brauchbares Teamgefüge, keine Identifikation, einen Trainer der den Verein nicht versteht, eine sportliche Führung welche von Sport keine Ahnung hat und ein Stadion ohne St…… ähm, Moment, sorry, jetzt habe ich mich vertan, wir sind ja beim 1.FCK und nicht bei den Löwen.
Ein Stadion mit Stimmung und Herz habt ihr definitiv !

Und genau deshalb sollte ihr als unsere Freunde, zwar unseren Werdegang verfolgen und uns die Daumen für ein baldiges Wiedersehen im Profifussball drücken, aber uns bitte bitte bitte nicht folgen.
Wir machten vor Jahren den Fehler unseren Giasinger Berg zu verlassen.
Um ihn, unser Herz, Identifikation, unsere Seele, sowie eine Mannschaft die das alles versteht und widerspiegelt zurückzuerlangen war unser Abstieg vielleicht sogar gut.

Dennoch, euch sollte und wird nicht das gleiche widerfahren.
Ihr habt euren Betze noch, ihr habt eure Seele noch, ihr habt noch das alles was man braucht um erfolgreich in der zweiten Liga zu bestehen.

Steckt den Kopf nicht in den Sand, die Saison ist noch jung, geht ins Stadion und impft euren Spielern genau das momentan verlorene:
Identifikation, Kampfgeist, Siegeswillen und dass nie aufgeben in jeder Sekunde der 90 Spielminuten ein und ihr werdet ganz sicher schon im Spiel am kommenden Freitag gegen die Greuther aus Fürth euren ersten Dreier dieser Saison feiern.

Ich bin mir sicher, ihr werdet dass Ruder rumreißen, und am Freitag wird es beginnen.

In diesem Sinne

beste Grüße und viel Glück von den weissblauen aus München

 

denn

 
TSV-1860-München-Freundschaftsschal-Rote-Teufel-Sechzig-1FC

lebe Freundschaften, jederzeit und überall bis zum bitteren Ende !

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von Anders Noren.

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