Serien die man gesehen haben muss #1

Ich möchte direkt mal mit einem Beitrag auf meiner neuen Seite „Der Löwe binged“ beginnen und was bietet sich da besser an als ein Rückblick auf die Serien, die man meiner Meinung nach gesehen haben muss.

„Muss“ ist eines dieser schwierigen Wörter, es ist so ein endgültiges Wort, ähnlich wie „immer“, oder „alles“, aber dessen bin ich mir bewusst und dennoch schreibe ich es, es gibt einfach Serien die muss man gesehen haben ;D.

Aufgrund der Tatsache dass ich sehr häufig über vergangene Serien oder bereits gesehene Serien nachdenke, wird es mir vermutlich relativ leicht fallen einen solchen Blogpost zu veröffentlichen.

Wie in meiner „Startstory“ zum „Binge-Watching“ bereits erwähnt, war die Serie „Breaking Bad“ der Beginn meiner „Seriensucht“ und mitunter deshalb, darf und wird sie in meinem Ranking natürlich nicht fehlen.

Den ersten Platz hat sie allerdings mittlerweile nicht mehr inne, zumindest für mich.

Stand jetzt, legt sich meine Top 10 der Serien die man gesehen haben muss wie folgt fest:
hehehe, wäre ja langweillig, würde ich direkt alles verraten ;D…

1. —–
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9. — ———
10. Tote Mädchen Lügen nicht

Da ich sie nie wirklich in der richtigen Reihenfolge geschaut habe, habe ich Serien wie die Simpsons, Two and a Half Men, oder The Big Bang Theory, in diesem Ranking bewusst ausgelassen.
Genial sind sie aber dennoch, alle drei.

Ich denke einige der Serien sind nicht wirklich so richtig bekannt, andere kennt natürlich jeder und diese fehlen in sogut wie keinem Serienranking welches man im „www“ so findet.
Es ist also sogut wie alles dabei und gerade deshalb ist es auch so spannend ;D.

Genug geplänkelt, beginnen wir mit der Nummer 10, und die ist momentan in aller Munde.

Tote Mädchen lügen nicht


Fakten zur Serie:

„Tote Mädchen lügen nicht“ im Original: 13 Reasons Why“ ist natürlich (wie sollte es auch anders sein) eine US Amerikanische Serie, welche auf einem Roman von Jay Asher basiert.
Die erste Staffel wurde erst Anfang 2017 auf Netflix veröffentlicht.
Sie besteht aus 13 Folgen, welche alle eine knapp einstündige Spieldauer haben.
Sie sorgte für enormes Interesse und aufgrund ihrer Handlung und der Thematik welcher sie sich widmet, für reichlich Diskussionsstoff.

Worum geht es:

Es geht um ein Mädchen, welches im Teenageralter in ihrer Schule gemobbt und bloßgestellt wird.
Und sich aufgrund dessen, auf brutale Art und Weise ihr Leben nimmt.
Im Anschluss daran, gehen 13 Hörspielkassetten welche Sie vor ihrem Selbstmord zur Post brachte, an alle diejenigen die an ihrem Tod ihrer Meinung nach mitschuld sind.
Sie nennt die Gründe für ihren Selbstmord und erklärt auf den Kasetten, was zwischen ihr und den 13 „Schuldigen“ vorgefallen ist.
Die Geschichte wird aus der Sicht von „Clay Jensen“ erzählt, die Handlung beginnt, als ihm die Kasetten zugeteilt werden.
„Clay Jensen“ war mit dem Mädchen (Hannah Baker) eigentlich nur flüchtig bekannt und er kann den Grund, weshalb er die Kasetten erhält nicht wirklich nachvollziehen.
Im Laufe der Geschichte kommt allerdings die Wahrheit ans Licht und Clay erfährt Dinge, die er niemals für möglich gehalten hätte und die ihn an den Rand dess Wahnsinns treiben.

Meine Bewertung der Serie:

Eine Bewertung ohne jetzt aus versehen zu „spoilern“ ist nicht ganz so einfach, ich versuche es allerdings trotzdem.
Nachdem dass gewaltige Medienecho, welches die Serie hinter sich herzog, natürlich auch an mir nicht vorbeiging. Informierte ich mich über die Serie und loggte mich mit den Gedanken: „Teenagerserie für Mädchen“, „nichts für mich“, wieder aus Netflix aus.

Schon ein paar Wochen später lag ich Abends im Bett und überlegte, welches Hörbuch ich mir für eine achtstündige berufliche Autofahrt herunterladen sollte.
Aufgrund einer Sonderaktion und dess deshalb günstigen Preises und den guten Bewertungen lud ich mir „Tote Mädchen Lügen nicht“ herunter und hörte es prompt am nächsten Tag während der Autofahrt komplett durch.
Schon nach 1-2 Stunden dess hörens verstand ich, weshalb die Serie so enorm polarisiert/e.
Es geht um Mobbing, Streit, Sex, Vergewaltigung, Mord, Selbstmord uuuuuuuund
es geht unter die Haut.
Ja, es geht wirklich unter die Haut, die Geschichte ist genial erzählt, die Charaktere sind sehr sehr gut ausgearbeitet und dem Leser/Höhrer fällt es deshalb sehr leicht sich mit den Personen zu identifizieren und sich in sie hineinzuversetzen.
Jetzt sagt der aufmerksame Leser sicher: „Waaaas, der Blogger (Ich) ist doch ein Kerl, wie soll der sich in die die Haut eines Teenagermädchens versetzen können ?“.
Ja, gute Frage, ich denke „gute Charakterzeichnung“ machts möglich und ich bin ehrlich.
Während ich mir nachdem Hörbuch dachte: „naja, gut, aber nicht genial, interessantes Thema, aber irgendwie unwirklich und unrealistisch“.

So dachte ich dann nach der Serie eher schon darüber nach.
Ob ich selbst ähnliches oder annähernd ähnliches an meiner Schule erlebt, oder halt mitbekommen hatte.
So unglaubwürdig die ganze Thematik am Anfang klingt, mit jeder von H. Baker besprochenen Kasette und den meiner Meinung nach genialen eingespielten Rückblicken in der Serie, in welchen man sich ein wahnsinnig gutes Bild der Person „Hannah Baker“ machen kann, versteht man ihre verzweifelte Handlung mehr.
Der Aufschrei, welchen die Serie bei Psychologen, Lehrern und Eltern entfacht hat ist in meinen Augen nicht wirklich verständlich.

 

Ich bin definitiv der Meinung dass die Serie nichts für Jugendliche unter 18 ist, oder Eltern zumindest dabei sein und darüber reden sollten, sollten sich ihre Teenager oder Kinder diese Serie ansehen.
Ich bin auch der Meinung, dass die Serie ein gefährliches und gerne „unter den Tisch gekehrtes“ Thema auf- und angreift.
ABER.
Ist es nicht wichtig dass so ein Thema mal beleuchtet wird ?!
Kann man die Person Hannah Baker nicht irgendwie spätestens nach der letzten Kasette verstehen ?!
Ist die Geschichte wirklich so weit von der Realität entfernt ?!

Ich finde schon !

Und speziell wenn eine Serie noch mit einer so Buchnahen Handlung, so passenden Schauspielern und so einer guten Storyline daherkommt.
Mich haben speziell die Rückblicke und Sprünge manchmal wirklich staunen lassen, teilweise ist einfach richtig gut  dargestellt, wie die „für den Tod gewissermaßen Verantwortlichen“ Jugendlichen anfangen über ihre „Taten“, über ihre „Rolle“ auf diesen Kasetten nachzudenken.
Genau das kann doch für unsere Gesellschaft und die realen Opfer von solchen Dingen nur gut sein.

Dass Hannah Baker wie in vielen Rezessionen dargestellt, sozusagen die Heldin in einer Geschichte spielt welche keine Heldin verdient hat.
Finde ich persönlich überhaupt gar nicht.
Speziell in der Serie und aufgrund der für mich wirklich sehr passenden Schauspielerin der Hannah Baker.
Zeichnet sich für mich in ihr ganz klar keine Heldin, sondern eine traurige und gebrochene Person ab.

Vielleicht hab ich von Serien oder der Thematik zu wenig Ahnung aber ich kann dieses verteufeln der Serie nicht nachvollziehen.

Für mich ist es eine Serie die man gesehen haben sollte weil:

Sie gehört zu den äußerst wenigen Serien/Filmen, welche mir besser gefallen als ihre Buchvorlage.
(Hier möchte ich allerdings sagen dass ich nicht das Buch, sondern lediglich dass Hörbuch gehört habe)

Besonders hervorzuheben für mich, die Charakterzeichnung und die Musikauswahl.

So, da meine persönliche Bewertung nun unfassbar lang wurde, und Wahrscheinlich schon gar kein Leser mehr bis hierher übrig geblieben ist. Noch eine kurze Information für alle welche die Serie schon gesehen haben.

Netflix hat nämlich verkündet dass 2018 eine zweite Staffel mit 13 Folgen der Serie erscheinen soll.
Anfangs stand ich diesem Projekt eher kritisch gegenüber.
Ich war mir sicher dass die Macher der Serie den ersten Teil, wie so oft in der Film- und Serienbranche mit einem Sequel zerstören.

Mittlerweile ist aber ein wenig zu der geplanten Handlung bekannt.
Und da ich nun erfahren habe, dass es in der zweiten Staffel um den „Heilungsprozess“ der Figuren, welche auf den Kasetten vorkommen gehen soll.
Warte ich sehr gespannt darauf und werde sie mir ganz sicher ansehen.

Für alle diejenigen welchen, welche die Serie noch nicht gesehen haben.
Es bleibt bis dahin noch ein wenig Zeit sich die erste Staffel anzusehen.
Besser noch, das Buch zu lesen vor die zweite Staffel beginnt.
Damit man sich selbst ein Bild davon machen kann.

Binged euch rein und hinterlasst mir hier eure Kommentare, mit Meinungen oder Fragen zur Serie.

Bis dahin.

 

 

binge als Löwe, jederzeit und überall, bis zum bitteren Ende !

 

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von Anders Noren.

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