Ole ole ole ola, es ist nur ein Auswärtsspiel!

„Ole ole ole ola, egal, wer heute siegt!
Ole ole ole ola, es geht um mehr als nur ein Spiel!“
Ole ole ole ola, wir scheissen auf den Sieg!
Ole ole ole ola, es ist nur ein Auswärtsspiel!

Wie in meinem Beitrag vor dem Sonntagsspiel dess TSV gegen den „FC Auswärtsspiel“ schon erwähnt.
„Es ist/war nur ein Auswärtsspiel“

Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

Selbiges hätte man mal zu mir vor ca. 5 Jahren nach einer Niederlage gegen den Verein aus der Eishockeystadt Augsburg sagen sollen, ich weiss nicht was passiert wäre.
Zugegeben, eine Niederlage gegen die Puppenkiste schmerzt mich noch immer mehr als eine gegen Buchbach oder Pipinsried, aber diese Niederlage am vergangenen Sonntag, dazu gegen ihre „Zweite“ nahm ich irgendwie ziemlich gelassen hin.
Mag vielleicht daran liegen dass der Löwe Löwenuntypisch, ausnahmsweise mal nicht in der Kurve stand, sondern seinen Arsch auf der Gegentribüne Reihe 3 Platt saß.

 

Wird aber viel wahrscheinlicher wohl daran liegen.
Dass ich von meinem Verein, meinen Löwen,
NICHT !

Wie nach den vergangenen Niederlagen gegen diesen Verein enttäuscht, gekränkt und auch ein wenig beschämt wurde, sondern dass man trotz der knappen Niederlage die Spieler, die Fans und den Verein feiern konnte und dies auch ausgiebig tat.

Da ich mich auf meinem Sitzplatz mitten unter Augsburgern nicht wirklich „frei entfalten“ konnte und es auch aus Respekt den Leuten gegenüber welche mir ihre Dauerkarte ausgeliehen hatten nicht wollte.
Klatschte ich nur kurz für alle Spieler auf dem Rasen (auch für die dess „FC Auswärtsspiel 2“), um mich für das wahnsinnig spannende und rassige Spiel zu bedanken.
Im Anschluss verabschiedete ich mich von meinem Sitznachbarn und ging meiner Wege.
Auf dem Weg zu meinem Fahrzeug kamen mir kaum wirklich traurige, oder enttäuschte Löwen entgegen und dies bekräftige meine Meinung und den allgemeinen Tenor.
Die Mannschaft hat gekämpft, gerackert, die Zähne gezeigt und 90+4 Minuten alles gegeben.
Dass Glück war wie so oft bei Spielen gegen die Puppenkiste auf deren Seite, von einer unverdienten Niederlage möchte ich aber dennoch nicht sprechen.
Die Jungs vom „FC Auswärtsspiel“ haben sich die drei Punkte wirklich hart erkämpft und erarbeitet.

Für mich war es dieses Jahr dass erste Auswärtsspiel, noch krasser, sogar mein erstes Stadionspiel und es machte mir definitiv wahnsinnig Lust auf mehr.
Auch wenn es dieses Jahr bei mir Beruflich so gut wie unmöglich ist Spiele zu sehen, den Rest der Saison werde ich jede Gelegenheit nutzen die sich irgendwie bietet, um die Löwen live zu sehen.
Der TSV München von 1860 macht momentan einfach nur wahnsinnig Spaß, es ist einfach nur der absolute Hammer und dem tut auch diese unnötige Niederlage gegen die Fuggerstädter keinen Abbruch.

Erlebt hab ich an diesem Tag einiges, vieles davon war „Bloggenswert“, noch mehr davon nicht.
Was mich nun dazu gebracht hat dennoch einen zweiten Blogpost zu diesem Spiel unter „gleichem Motto“ zu verfassen, sind die vielen Artikel, Kommentare und Berichterstattungen auf verschiedensten Online-Plattformen zum Spiel.
Welche sich zum größten Teil, von meinen Eindrücken vom Spiel so extrem unterscheiden dass ich es einfach nicht bei meinem „Vorbericht“ zum Spiel belassen kann.

Viel wurde vorher geschrieben, getwittert, und gesagt.
Vieles davon wie im ersten Beitrag ausführlicher geschrieben, um Stimmung zu machen und um für eine Rekordkulisse in der Regionalliga Bayern zu sorgen.
Gratulation
Zumindest das hat funktioniert.
Was nicht funktioniert hat, war dagegen dann doch um einiges mehr.
Angefangen bei der Polizeieskorte zur Arena bishin zu den „nicht mit Namen“ bedruckten Trikots der zweiten Mannschaft dess „FC Auswärtsspiel“, welche es meinen Sitznachbarn wahnsinnig schwer machten zu wissen, welcher Spieler ihrer Mannschaft denn da gerade am Ball ist.
Diese Probleme samt Streiterien wer denn jetzt mit seinem Spielernamen Recht hätte, beschäftigten einige der „FC Auswärtsspiel“ Fans dann doch fast 90 Minuten lang.

 

Fast natürlich deshalb

Weil einige von denen schon in der 81ten Minute lauthals ihren Abschied ankündigten.
„Was soll denn da no bassieren“ oder „I muss zur Straßenbahn solangs net so voll is“ waren die Aussagen welche beim „Sitzpolster vom Sitz nehmen“ getätigt wurden.
Dass diese Sitzpolster zumindest in einem Fall, mit einem „FC Bevorstehendemspiel“-Logo bedruckt waren, schien da dann ansonsten auch niemand weiter zu stören.
Ich war natürlich auch nicht weiter verwundert, als jemand der mehrere Jahre in „Auswärtsspiel“ gearbeitet und fast 20 Jahre in der Nähe gelebt hat, ist es für mich nicht weiter verwunderlich dass der Spruch „wer „A“ sagt muss auch „B“ sagen“ dort auf den Fussballsport bezogen wird.

Fast aber auch deshalb

Weil einige von denen ca. in der 61 Minute für mehrere Minuten über die „assozialen Löwen“ herziehen mussten.
Die Zeit dass Tor zu bejubeln welches ihr „Team ohne Namen auf den Trikots“ soeben erzielt hatte, hatten die Herrschaften irgendwie nicht mehr.
Für kurze Zeit dachte ich sogar das Tor würde gar nicht gewertet werden, da sich niemand um mich herum darüber zu freuen schien.
Natürlich zählte dass Tor zu meinem Verdruss dann doch und nachdem die Herren „FC Auswärtsspiel“ sich nach dem wegpacken ihrer Smartphones wieder gesetzt hatten klatschten manche von ihnen sogar noch kurz für den Spieler über dessen Namen sie sich augenscheinlich immer noch nicht sicher waren.

Aber wie denn auch ?

Während ich den Namen dess Spielers laß, welcher Groß und Fett auf der Anzeigetafel aufflimmerte.
Waren die Selbsternannten „Gutmenschen“ und „Weltverbesserer“ damit beschäftigt, mit ihren Smartphones die „Pyroschande von Auswärtsspiel“ und diese absolut zu verteufelnde und gefährliche uuuuuuuuuund assoziale Pyroshow der „Löwenbande“ zu filmen.
Komisch, wer hier Doppelmoral findet darf sich nicht wundern.

Und genau da, an dieser Stelle.
Möchte ich wieder mit einer Stelle aus dem Song, die Akte „FC Auswärtsspiel Sitzplätze“ schließen und zu den Berichten der Gazetten sowie den Kommentaren und Meinungen vieler Löwenfans zu diesem Thema kommen.

 

„Ole ole ole ola, egal, wer heute siegt!
Ole ole ole ola, es geht um mehr als nur ein Spiel!“

 

Entgegen meines persöhnlichen Eindrucks sind nämlich viele der Löwenfans, zwar Stolz auf ihre Mannschaft, nicht aber Stolz auf ihre eigene Fankultur zurück nach München gereist.

Grund dafür

Die Pyrotechnik.
Die eben schon erwähnte „Schande“, welche sich in der 61. Minute im Löwenblock ereignete.
Vor einer gefühlten Ewigkeit habe ich meine damalige Meinung zu diesem Thema in einem (mMn) äußerst gelungenen Blogpost, hier auf „MeinLebenalsLöwe“ veröffentlicht.
Deshalb möchte ich auch jetzt gar nicht weiter auf die allgemeine Diskussion um Pyrotechnik eingehen.
Was für mich allerdings befremdlich ist.
Die vielen Fans welche mit dem abbrennen von Pyrotechnik seitens der Löwenfans, von einem „Schande in Augsburg“, oder „unser Ruf leidet“ sprechen/schreiben.
Sowas kann ich NICHT nachvollziehen, in keinster Weise.
Ich bin selten mit mehr Stolz auf meine Fanszene aus einem Stadion gelaufen wie am vergangenen Sonntag.
Ich bin nicht für Pyrotechnik, speziell wenn man seine eigenen Fahnen damit abfackelt, sollte man sich vielleicht dann doch überlegen sich ein anders Hobby zu suchen.
ABER
Dieses krasse verteufeln der Medien, auf welches die Löwenfans jetzt zu großen Teilen sogar aufspringen kann ich nicht nachvollziehen.
Da wird eine bisher unfassbar friedliche und geniale Saison, samt einem unfassbar gigantischen Auswärtsmob welcher mitunter für einen Rekord in der Regionalliga Bayern (Liga 4, VIER) und phänomenale Stimmung sorgte.

 

Auf eine ca. zweiminüte dämliche Aktion reduziert und alle machen mit.

 

Von der B…Zeitung war es nicht anders zu erwarten, von den anderen Medien und aber speziell von den Löwenfans hätte ich mir dann aber irgendwie doch ein wenig differenzierte Meinungen erwünscht.
Wir haben bisher eine Wahnsinnssaison gespielt, an sämtlichen Austragungsorten friedliche und für alle beteiligten phänomenale Fussballfeste gefeiert und fangen wegen einer Aktion die bei anderen Vereinen nichtmal Erwähnenswert wäre an, an uns selbst zu zweifeln und uns Gegenseitig zu beschuldigen.

Ganz sicher NICHT Löwenfans.
Mit Ausnahme dieser dämlichen Pyroaktion welche viel viel „viel zu Hoch gehängt wird“ können wir verdammt Stolz auf uns, unsere bisherige Saison und auch auf unsere Fanszene sein.
Auch wenn wir vielleicht nicht unbedingt überall Beliebt-, oder Willkommen sind und als „assoziales blaues Pack“ beschimpft werden.
Diese Leute die das tun, würden es auch ohne Pyroaktionen tun.
Am Sonntag hat man es ganz deutlich gesehen, alle Beteiligten warteten eigentlich nur darauf dass die „bösen Löwen“ irgendeine Scheiße bauen.
Als es dann schließlich soweit war, konnte man die Freude welche sich in ihren Gesichtern abzeichnete kaum übersehen.
Endlich konnten die voreingenommenen Floskeln über die Löwenfans zum besten gebracht werden.
Hier die beste davon, von einem Fan in meiner unmittelbarer Nähe:
„de Blauen Assos lernans nie, die sollte man alle vergasen“

Und nun, was jetzt ?!
Sollen wir also unsere Fankultur in Zukunft nach Menschen ausrichten, welche solche Aussagen über uns treffen ?!
Oder welche, wie weiter oben im Text beschrieben, auf ihren Plätzen sitzen und sich verzweifelt Fragen welcher Spieler (ihres Teams) denn da gerade am Ball ist ?
Garantiert NICHT !
Deshalb meine und hoffentlich unser aller Message an selbige:

„Ihr könnt uns schlagen so oft und so hoch ihr wollt
Es wird trotzdem nie passieren
Dass auch nur einer von uns mit euch tauschen will
Denn ihr seid nicht wie wir“

Wir, wir sind nämlich die Fans dess TSV München von 1860, und Stolz darauf.
Diesen Stolz sollten wir uns nie, niemals und von niemandem nehmen lassen und diesen Stolz können wir nur gemeinsam und nur als Einheit, in uns und nach außen tragen.

Also lasst uns jetzt endlich dieses Auswärtsspiel vergessen und uns auf kommende wirklich wichtige Aufgaben fokussieren.
Denn direkt am kommenden Spieltag benötigen wir, mehr denn je eine geeinte, stolze und Löwenstarke Fanszene um dem „FC Bevorstehendesspiel“ zu zeigen wer die Nummer 1 auf Giesings Höhen ist.

Zeigen wir alle zusammen.

Dass wir einen Berg zum wackeln, ein Tribüne zum beben und ein Stadion zum brennen bringen können, ganz ohne Pyrotechnik, „denn wir sind die Löwen und ihr nicht“ und es hat den Löwen noch nie auch nur die Bohne interessiert was andere Möchtegernfanszenen von ihm halten.

 

„Und wenn ihr lesen könnt, dann seht euch an
Was auf unsern Fahnen steht:
Bis zum bitteren Ende
Wollen wir den Weg mitgehen“

 

 

 

 

 

 

lebe als Löwe, auswärts und überall, bis zum bitteren Ende !

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von Anders Noren.

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