Handtücher können Löwenleben retten #1

Wie auch mein erster Beitrag zum Thema Umwelt- und Tierschutz, beginnt mein zweiter ebenfalls mit einer undurchsichtigen Phrase:
„Handtücher können Löwenleben retten !“

Wie soll dass denn gehen ?!

Gute Frage, für die Antwort muss man dann doch ein wenig weiter ausholen.
Da „der Löwe“ in letzter Zeit mehr auf beruflichen Reisen wie auf Löwenspielen ist und im Jahr 2017 mehr Tage in Hotel- anstelle von Löwenbettwäschen schlafen musste, dachte ich mir vor kurzem schon einmal, ein Beitrag zu meinen vielen Hotelaufenthalten wäre durchaus angebracht.
Als ich dann Heute Morgen feststelle dass es mir mittlerweile fast schon leichter fällt, 11 Tschechische Wörter und ihre Bedeutung aufzuzählen, als 11 aktuelle Spieler aus dem Löwenkader war mir klar.
„Ich verfasse einen Beitrag“

Was aber haben jetzt Handtücher mit Löwen zutun ?!

Ganz einfach, in meinem heutigen Beitrag soll es wieder mal um das Thema Umwelt- und Tierschutz gehen und für mich ist beides ganz eng miteinander verbunden.
Aufgrund meiner vielen beruflichen Reisen ist es natürlich ein wenig mit Doppelmoral zu vergleichen wenn jetzt ausgerechnet jemand der ständig in der Weltgeschichte rum- fährt oder fliegt mit Umweltschutztipps um die Ecke kommt.

Aber genau das ist für mich Umweltschutz !

Man muss nicht unbedingt mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, man muss nicht unbedingt Fleischlos essen und man muss nicht unbedingt versuchen einen Naturschutzpark für Löwen im eigenen Garten zu erschaffen.
Sondern !
Man sollte versuchen in seinem Leben Dinge zu finden, welche dem Planeten helfen und auf die man verzichten kann.
Ich will damit nicht sagen dass man seine „Komfortzone“ und seinen Lebensstil nicht auch etwas runterschrauben kann oder sollte, um der Umwelt zu helfen.
Das wäre natürlich noch besser.
Ich will damit nur sagen und aufzeigen, dass man schon mit klitzekleinen Dingen enorm viel erreichen und tun/helfen kann.
Und da ich momentan soviel auf beruflichen Reisen und in Hotels bin, gibt es jetzt hier passend dazu:

Meine Tipps, wie auf beruflichen Reisen die Umwelt geschützt wird
1. „Coffee to go“ vermeiden

Ich denke mittlerweile ist jedem Bewusst, bzw. hat jeder schon irgendwo aufgeschnappt oder gelesen, wie schlecht und schädlich die aus Papier hergestellt und mit Kunststoffen beschichteten Pappbecherchen für die/unsere Umwelt sind.
Problem hierbei, sie sind schlecht zu Recyceln und bei einer grob geschätzten Anzahl von 7 Millionen solcher Becher pro Tag kann man sich vorstellen, wie extrem diese von jedem als „Kleinigkeit“ abgewunkene Sache für unsere Erde ist.
Die Deutsche Umwelthilfe hat zu diesem Thema auch eine tolle Aktion gestartet welche sich „Sei ein Becherheld“ nennt.
Hierzu gibt es auch noch eine sehr gute und übersichtliche Grafik auf deren Internetpräsenz: Grafik auf DUH

Während ich persönlich in meinem „normalen Alltag“ überhaupt keine „Coffee to go“ Becher benutze, kaufe, oder benötige.
Ist es auf Arbeitseinsätzen im Ausland dann irgendwie teilweise schon deutlich schwerer als „Zuhause“, ohne den Gebrauch von „Coffee to go“ Bechern auf sein Tägliches Koffeinlevel zu kommen.
Es ist allerdings durchaus möglich, wenn man nur will.
Meine Tipps hierfür: Tasse immer mit dabei haben, freundlich zu den dort arbeitenden Personen sein, schnell lernen was „Kaffee“ und „Bitte“ in der dort gesprochenen Sprache heißt und ein Thermobecher für die Fahrten.
Bei meinen Recherchen fand ich heraus, dass sich genau um diese Thermobecher mittlerweile ganze Kampagnen drehen.
Viele Unternehmen bieten „Refill-Aktionen“ oder ähnliches an und unzählige „Start-Up´s“ versuchen Kapital aus dem Umweltfreundlichen Kaffee zum mitnehmen zu schlagen.
Große Konzerne wie MC Donalds, Starbucks, oder Tchibo springen natürlich auch auf den Zug auf.
Umso erstaunlicher finde ich es, dass ausgerechnet der von mir eben in einem Artikel gelesene Konzern mit dem großen gelben M als Logo, es mir bereits zwei mal verweigerte meinen Thermobecher (sauber und frisch aus der Spülmaschine), welchen ich sogar in einem MC Kaffee erworben habe, aufzufüllen.
Aufgrund meiner heutigen Erkenntnisse, werde ich da die nächsten Tage wohl nochmal einen Praxistest durchführen müssen.

2. Den Dienstwagen so behandeln und fahren wie seinen eigenen PKW

Da ich in meiner Firma keinen eigenen Dienstwagen habe und auf allen meinen Einsätzen auf Fahrzeuge aus unserem Firmenpool, oder Mietfahrzeuge angewiesen bin, fahre ich desöfteren mit verschiedenen Fahrzeugen.
Immer wieder muss ich dabei festellen dass die Bordcomputer, welche den wahren Verbrauch in den meisten Fällen ja sowieso noch ein wenig „verschönern“ fast immer, für mich unglaubliche Werte anzeigen wenn es um Spritverbrauch geht.
Als Beispiel ein 3er BMW Touring mit welchem ich vor kurzem eine ca. 800km lange Strecke zurücklegte.
Ich fuhr Stadt, Land und Autobahn, beschleunigte normal, hatte alle möglichen elektrischen Verbraucher an und fuhr auf der Autobahn 120-130, bei unbegrenzt so um die 160 km/h.
Kurz vor dem Ende meiner Fahrt zeigt der Reisebordcomputer für diese Fahrt einen Durchschnitt von 4.5 Litern pro 100km an.
Der Bordcomputer welcher den Gesamten Durchschnittsverbrauch dess Autos anzeigt, wurde danach von mir angewählt und ich war geschockt.
5.7 Liter pro 100km Stand da auf dem Display !
Wie geht denn sowas ?!
Also ich bin ehrlich, mit Firmen- oder Mietwagen fahre ich auch mal ein wenig schneller, oder lasse den Drehzahlmesser ein wenig höher steigen beim Überholvorgang als mit meinem privaten Auto.
Aber um mit diesem von mir erwähnten Auto auf 5.7 Liter Verbrauch zu kommen müsste ich wahrscheinlich einen Backstein aufs Gaspedal legen und dazu noch zwei Paletten davon in den Kofferraum.
Für mich absolut unbegreiflich und noch dazu schlecht für unseren Planeten.
Je mehr ein Auto verbraucht, desto mehr Schadstoffe stößt es auch aus.
Dass Schadstoffausstoß jeglicher Art für unsere Umwelt und UNS nicht zuträglich ist, muss ich an dieser Stelle ja nicht unbedingt erwähnen hoffe ich.

3. Im Hotel die Handtücher so benutzen wie Zuhause auch

Klar, es gibt Sie, Menschen die Zuhause auch nach jedem mal Duschen, Baden, oder Zähne putzen ihr Handtuch waschen.
Ich denke aber diese Zahl ist deutlich geringer als die der Leute, welche ihre Handtücher 3-4 mal oder noch öfter verwenden, bevor diese ihren Weg zu den Löwentrikots in die Wäsche finden.
In Hotels dagegen sieht es ganz anders aus.
Obwohl es mittlerweile massive Kampangen der Hotelketten gibt und fast in jedem Hotel Hinweise zum Thema „Handtücher waschen“ und den dadurch angerichteten Schaden für die Umwelt zu sehen sind.
Werden die Handtücher dennoch von vielen Gästen lediglich einmal benutzt und dann an den Boden geworfen.
Ich weiss nicht ob es die Bequemlichkeit dass Handtuch aufhängen zu müssen ist.
Oder aber, weil man es im Hotel nicht selbst waschen muss.
Trotz teurer Studien und Befragungen, die ich durchgeführt habe, bin ich da noch zu keinem eindeutigen Ergebniss gekommen.
Sicher ist aber dass die meisten Menschen in Hotels deutlich mehr Handtücher in 7 Tagen verbrauchen als in den eigenen vier Wänden.
Für mich absolut unbegreiflich und in meinen Augen für jeden auf den es zutrifft eine Chance was für die Umwelt zutun ohne dabei wirklich was tun zu müssen.
Ein Handtuch an die Heizung hängen und ein zweites oder drittes mal zu benutzen, sollte selbst für den abgekämpftesten Monteur oder Geschäftsmann ein leichtes sein.
Ein leichtes, was sehr viel bewirken kann.
Wenn man sich mal überlegt was ein Waschgang Zuhause an Strom, Wasser und Energie kostet, bekommt man vielleicht eine kleine Ahnung davon was die Millionen Tonnen von Hotelhandtüchern, welche jeden Tag gewaschen werden müssen für unseren Planeten bedeuten.
Von den Handtüchern welche durch die ständigen Waschgänge kaputt gehen und ausgetauscht bzw. ersetzt werden müssen ganz zu schweigen.

Ihr seht also, selbst die kleinsten Dinge wie zum Beispiel dass „aufhängen eines Handtuches“ können unserer Umwelt, unserem Planeten, seinen Bewohnern und damit auch den Löwen enorm helfen.
Also !

Mach mit und,

 

spare Handtücher, jederzeit und überall, bis zum bitteren Ende !

 

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von Anders Noren.

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